06.07.2026 Von der Refuge d‘Averole zum Rifugio Tazzetti

Der Wechsel von Refuge zu Rifugio zeigt es schon an – heute wechseln wir wieder  nach Italien. Dazu geht es lange das sehr schöne breite Tal der Averole immer höher und höher – ziemlich endlos und zum Schluss sehr steinig und schuttig bis auf den Col de l’Autaret mit 3072m. Wir begegnen keinen Menschen.

Nach dem Col de l’Autaret steigen wir ab und biegen nach rechts immer tiefer in ein grünes Tal – wo dann wieder die 400 Aufstiegsmeter zur Tazzettihütte beginnen – nach dem endlosen Aufstieg und dem gestrigen Tag sind diese letzten Meter ein Schlauch, aber unser morgiges Ziel, den Rocciamelone, haben wir immer im Blick!

Wir wissen, dass die Hütte noch geschlossen hat. Gut, dass wenigstens der Winterraum der Hütte (6 Plätze) komplett leer ist. Wir kommen an und beginnen erstmal eine Wasserstelle zu suchen. Die sehen wir schon 200m weg, aus einigen höhergelegenen Restscheefelder führen Leitungen Richtung Hütte. Als wir dort Wasser einfüllen, erschrecken wir zwei Gemsen, die wild wegspringen. Der Winterraum ist ok, wie wir während der Nacht feststellen, muß die Tür offen bleiben, damit wir genügend Sauerstoff haben.

Das, das mangelnde warme Abendessen (Couscoussalat, Käse und eine kleine Salami, ein paar Nüsse) und der anstrengende Tag lassen uns nicht so gut auf 2600m schlafen. Später kommen noch vier englischsprachige Jungs, sie haben aber Zelte dabei, waren auch schon Richtung Gipfel unterwegs, mussten aber umdrehen, weil sie zu spät gestartet waren. Nachts sind draußen nur der Mond und die Sterne!

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AutorIn
Günter Bergmann

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