Gleich nach dem Frühstück verabschieden sich die beiden Franzosen zunächst einmal, sie müssen um kurz vor 17:00 Uhr in Pontebernardo einen Bus bekommen. Wir verabschieden uns gemütlich von Rolando, bedanken uns, ziehen dann auch los. Ein kleiner Schauer läßt uns erstmal kurz unterstellen, dann geht es einen schönen Weg den Berg immer weiter hoch. Kurz können wir einen jungen Hirsch beobachten. Ab einem Parkplatz hängen wir uns an einen rüstigen Local, der mit seinem Hund auf einen Gipfel will. Er gibt ein gutes Tempo vor, wir bleiben lange dran und kommen so schnell hoch.
Oben kommen wir dann in den Bereich der Bunker. Mussonlini hat hier jede Passhöhe mit mindestens einem Bunker versehen lassen. In einen schauen wir mal rein, er ist sehr kalt im Inneren und wird wohl auch nie warm. Die hier Dienst tuen mussten können einem leid tun.
An der Gardetta Passhöhe angekommen bewundern wir die Hochebene mit ihrem Wahrzeichen, dem sehr markanten Rocca la Meja, reden kurz mit einem Ungarn, der jedes Jahr herkommt und als Schnellgeher mit superkleinem Rucksack bis Ventimiglia laufen will – in sechs Tagen! Wir aber gehen unser Tempo weiter und treffen oben auf den zweiten Passhöhe auf 2600m das französische Paar wieder. Mit ihnen zusammen machen wir uns an den Abstieg. Cilli hat Knieschmerzen, und außerdem leichte Probleme mit der Achillesferse – wir schicken die Franzosen wieder vor. Wir machen nochmal Pause, beobachten ein Tier mit blauen Flügeln und eine Schafherde am Hang gegenüber. Schließlich kommen wir aber doch alle zusammen rechtzeitig unten an, vorbei an interessant geschichteten Felsformationen, noch 3 Kilometer bis in den Ort Pontebernardo. Es bleibt ausreichend Zeit, uns von den beiden – Mareike und Jeff – zu verabschieden; sehr gerne würden wir sie mal im Vercors besuchen!
Wir gehen zu unserem Posto Tappa, das wir heute ganz für uns alleine haben — was für ein Luxus! Es gibt ein köstliches mehrgängiges Abendessen, auch Tomatensalat und Hirschragout nach der Pasta! Im Prinzip können wir gut schlafen, Cilli macht sich allerdings Sorgen wegen einer sehr langen Etappe in einigen Tagen – hier müssen wir bei Gelegenheit (Wlan!) etwas umplanen.
