14.07.2026 Vom Rifugio Willy Jervis zum Rifugio Vallanta

Zuerst gehen wir mit der Gruppe der Franzosen zusammen, die gestern Abend auf der Terrasse von Willy Jervis noch gesungen haben. Sie haben auch das Ziel Monviso, allerdings von der meist völlig überfüllten Hütte Quintino Sella, dem klassischen Startpunkt für die Besteigung, hierher werden auch die Bergführer bestellt. Wir sind gespannt, ob wir sie übermorgen treffen werden, die Gruppe ist ziemlich groß und unterschiedlich fit.

Auf unserem Weg passieren wir einen Gedenkstein mit Resten eines Flugzeugs, das 1957 hier abgestürzt ist und einen, der an eine buddhistische Stupa erinnert. Am Rifugio Granero auf etwa 2400m trennen sich unsere und die Wege der Franzosen, wir steigen zum Col Sellière, einem Pass auf 2834m, auf.

Hier befragt uns und die anderen WanderInnen für eine statistische Erfassung eine junge Parkangestellte des französischen (!) Nationalparks, denn wir sind eben mal nach Frankreich rübergelaufen. Von hier geht es ein paar hundert Meter runter zur Refuge du Viso. Östlich von uns passieren wir dabei den Tunnelausgang des Buco del Viso (von uns aus allerdings nicht zu sehen), einen kurzen, niedrigen, im 15. Jahrhundert von Hand geschlagenen Tunnel, der den Salztransport mit Mulis verkürzen sollte. Es ist damit der älteste Verkehrstunnel der Alpen. Wir nehmen frisches Wasser und nehmen den Passo Valanta (2815m) in Angriff, der uns wieder nach Italien bringt. Oben angekommen können wir das Gipfelkreuz des Monviso erkennen!!!
Bald sehen wir unten das Tagesziel, das etwas futuristische Rifugio Vallanta an einem See liegen. Immer wieder halten uns Gruppen von jungen  Steinböcken auf, die fotografiert werden wollen.

Die Vallanta ist sehr voll, vermutlich wegen der Nähe zum Monviso, hier geht auch dessen Umrundung vorbei und hier treffen wir auch den GTA Wanderer wieder, der inzwischen mit seinen beiden Freunden unterwegs ist. Der Lärmpegel beim Abendessen macht eine Unterhaltung fast unmöglich und ich bin früh bettreif. Die Leute vom Rifugio versprechen uns eine Brotzeit, die wir fürs morgige Biwak mitnehmen können!

 

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AutorIn
Günter Bergmann

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