Die Nacht auf der Toesca war nicht so gut, wie die kleinen Zimmerchen zunächst vermuten ließen, leider ließen sich die Fensterchen nur kippen und die Nacht war sehr warm. Gut, daß wir schon um sechs Uhr frühstücken können, um sieben brechen wir auf, um wieder Anschluß an unsere GTA Strecke zu bekommen. Insgesamt liegen fast 20 Kilometer und gut 1200Hm im Aufstieg und 1600Hm abwärts in einem Berggelände mit viel Südhang an einem wieder heißen Tag vor uns.
Der höchste Punkt ist gleich zu Beginn der Colle del Sabbione mit 2569m, hier ist es noch etwas kühler, ab und zu frischt ein flotter Bergwind etwas auf. Wir beobachten 2 Gemsen und oben am Pass begrüßt uns ein kleiner Steinbock. Der GTA Wanderer geht anfangs den gleichen Weg wie wir und so sitzen wir am Pass noch etwas zusammen, essen kurz was, bewundern zusammen die Aussicht auf Rocciamelone und weit im Nordosten die Schneegipfel des Monte Rosa Massivs, bevor wir uns verabschieden, weil sein Ziel abends ein anderer Ort ist.
Wir ziehen ab hier eigentlich immer nach Westen, tendenziell bergab, aber immer wieder mit ein paar Gegenanstiegen. Jetzt können wir im Süden auch die alles überragende Spitze des Monviso bewundern. Da wollen wir in ein paar Tagen rauf? Da wollen wir in ein paar Tagen rauf!
Es ist sehr heiß, der Weg zieht sich, wir treffen fast niemand. Über uns kreisen ganze Gruppen von Geiern, von denen es hier anscheinend eine ganze Menge gibt. Cilli versucht gegen den blauen Himmel einen fotografisch einzufangen. Es gibt auch viel Viehwirtschaft, außer Kühen drängeln im Schatten einiger Bäume auch eine Schafherde von bestimmt 500 Tieren aus der Sonne. Wir passieren hundert Meter oberhalb, aber schon verbellen uns die 3 großen Patous, die weißen Herdenschutzhunde. Wir kommen durch ein paar verlassene oder halbverlassene Orte, nochmal ein kleiner Höhenweg, der hellbraune Fleck einer Gemse zeigt sich 10 Meter vor uns, allerdings zu kurz, um fotografiert zu werden.
Zum Schluss gehen wir steil hinab durch einen schönen Lärchenwald, vorbei an einer alten Mühle und erreichen endlich Usseaux, passieren zu unserer Unterkunft, einem kleinen Hotel am schönen Lago di Laux. Due birre media, per favore!
